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Zollrechtliche Exportabwicklung und IT-Abwicklung in ATLAS – Abläufe und Gestaltungsmöglichkeiten

Seit 1. Mai 2016 gilt ein neues, innovatives Zollrecht mit veränderten Begrifflichkeiten, aber auch mit modifizierten Verfahrensabläufen, die sich auf die Geschäftsprozesse auswirken. Schon seit Jahren müssen Unternehmen ihre Exporte bei den zuständigen Zollstellen grds. elektronisch im Rahmen festgelegter Fristen vorab über das IT-Verfahren ATLAS (AES/ECS) anmelden.
Beim Export, also der Ausfuhr und Wiederausfuhr von Waren aus der Europäischen Union ist eine Vielzahl von verfahrensrechtlichen Regelungen aus dem Unionszollkodex, der Dual-Use-Verordnung und den Embargovorschriften sowie dem nationalen Außenwirtschaftsrecht zu beachten. Verwirrend sind dabei oftmals die unterschiedlichen Beteiligtenkonstellationen insbesondere bei Reihengeschäften (Ausführer, Anmelder, Subunternehmer, direkter und indirekter Vertreter), die Codierungsanforderungen in den Zollanmeldungen (z. B. Y901, X002 oder 3LNA) oder die Wartezeiten und Auflagen bei vereinfachten Zollanmeldungen mit bewilligten Gestellungsorten (dem früheren „Zugelassenen Ausführer“). Die Nichtbeachtung all dieser Regelungen kann ggf. zu bußgeld- und strafrechtlichen Folgen führen. Zudem dro-hen Aussetzung oder sogar Widerruf von bewilligten Vereinfachungen. Auch der Zugelassene Wirtschaftsbeteiligte (Authorized Economic Operator, kurz AEO genannt), der eine immer größere Bedeutung erfährt, steht auf dem Spiel. Ein Imageverlust sowie wirtschaftliche Nachteile wären die Folge.

Das Zollrecht mit dem IT-Verfahren ATLAS-Ausfuhr bietet dennoch auch eine Reihe von Gestaltungsmöglichkeiten und Spielräumen, die es zu nutzen gilt, um im Rahmen der rechtlichen Vorgaben die optimale Abwicklung der Exporte zu gewährleisten.
Das Seminar macht die Teilnehmerinnen und Teilnehmer (auch mit geringen Vorkenntnissen) mit diesen Regelungen vertraut und gibt dabei anhand von praktischen Fällen wichtige Hilfestellungen und Tipps für die Praxis.
Besprochen werden u. a. alle die Ausfuhr bestreffenden Verfahrensabläufe und Gestaltungs-spielräume einschl. deren Vor- und Nachteile sowie die Nutzungsvoraussetzungen von ATLAS, einschl. der verschiedenen Anbindungsvarianten (wie z. B. die Internet-Ausfuhranmeldung-Plus, IAA-Plus). Der beteiligte Personenkreis (Beteiligtenkonstellationen) muss nicht nur wegen der Plausibilisierungen der zuständigen Ausfuhrzollstelle in ATLAS sondern auch bezüglich der Rechtsfolgen gerade bei Vertretungsverhältnissen und Reihengeschäften erörtert werden. Thematisiert werden auch die Prüfungsmöglichkeiten bezüglich der Dual-Use-Verordnung und der Embargovorschriften, einschließlich der zutreffenden Unterlagencodierung in der Zollanmeldung mittels EZT-Online.

Zielgruppe

Sachbearbeiter/innen und Abteilungsleiter/innen in Export-, Versand-, Verkaufs- und Vertriebsabteilungen sowie alle Mitarbeiter/innen im Bereich Zollwesen (auch für Mitarbeiter/innen mit geringen Vorkenntnissen geeignet).

Dozent

Frank Brunner

Ort & Termine

IHK-Bildungszentrum Bamberg
Lehrgangsdauer: 27. und 28.05.2020
zwei Tage, jeweils von 17:30 bis 20:45 Uhr
BA-VSAUWI0120

IHK-Bildungszentrum Bayreuth
Lehrgangsdauer: 21.09.2020
ein Tag von 09:00 bis 16:00 Uhr
BT-VSAUWI0220

Teilnehmerpreis

298,00 €
inkl. kleiner Mittagsimbiss, Tagungsgetränke
und Seminarunterlagen

Veranstaltungsinhalte

  • Begriffsbestimmungen – Rechtsgrundlagen – Beteiligtenkonstellationen
  • Standardverfahren
    • Anmeldung zur Ausfuhr (ATLAS-Ausfuhr, Internet-Ausfuhranmeldung IAA-Plus; Notfallverfahren mittels Einheitspapier)
    • Überführung in die Ausfuhr bei der Ausfuhrzollstelle (Fristen für die Vorab-Anmeldung, Ausfuhrdokumente, Gestellungsmodalitäten)
    • Überwachung der Ausfuhr bei der Ausgangszollstelle
    • Erledigung der Ausfuhr (Fristen, Follow up, Nachweise für Umsatzsteuerzwecke und Alternativnachweise)
    • Rückwirkende Ausfuhranmeldungen
  • Besonderheiten bei der Ausfuhr
    • Einstufige Ausfuhr
    • Mündliche Ausfuhranmeldungen („1000- Euro-Regel“)
    • Verknüpfung mit Versandverfahren
    • Ausfuhren im Post- und Bahnverkehr
  • Vereinfachungen bei der Ausfuhr
    • Vereinfachte Zollanmeldungen
      ohne Bewilligung (sog. unvollständige Ausfuhranmeldungen bei Reihengeschäften und Zulieferungen)
      mit Bewilligung (an zugelassenen Gestellungsorten beim früheren „Zugelassenen Ausführer“)
    • Anschreibung in der Buchführung des Anmelders
    • Zentrale Zollabwicklung
  • Exportkontrolle – Genehmigungspflichten z. B. nach der Dual-Use-Verordnung
    • Prüfung der Genehmigungspflicht (z. B. anhand des EZT)
    • Form der Genehmigung (Einzelgenehmigung – Allgemeine Genehmigung)
    • Zutreffende Unterlagencodierung in der Zollanmeldung (Codelisten)

Thema

Außenwirtschaft

Veranstaltungsgruppe

Seminar

Kontakt

Nicole Böhner
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Tel.: 0921 886-203
E-Mail-Kontakt:

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